Bilder und Berichte

aus dem Einsatzarchiv der Feuerwehr Klautzenbach

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> Gasalarm nach Abrissarbeiten am 10.11.2010 in Zwiesel

Gasalarm neben dem Gymnasium

     

Zwiesel. Aufregung am Mittwochmorgen in der Dr.-Schott-Straße: Kurz vor 9 Uhr heulten die Sirenen, im Minutentakt rauschten Feuerwehrfahrzeuge heran und die Einsatzkräfte riegelten alle Zufahrten zum Gymnasium bzw. zum Verwaltungsgebäude von Zwiesel Kristallglas (ZKG) großräumig ab. Grund: Gasalarm! Bei den Abbrucharbeiten im Bereich des früheren Holz-Moser- Grundstücks, wo ZKG einen Parkplatz anlegen will, hatte ein Bagger eine Gasleitung beschädigt, die nicht abgeriegelt war. Wie die Polizei später mitteilte, verhinderten zwar Sicherungsventile einen größeren Gasaustritt, doch strömte das Gas aus, das sich noch in der Leitung befand. Einsatzleiter Christian Erl, 2. Kommandant der Feuerwehr Zwiesel, ließ die Dr.-Schott- und Fachschulstraße im Bereich des Unfallortes absperren, die Verantwortlichen im unmittelbar angrenzenden Gymnasium und dem ZKG-Verwaltungsgebäude wurden angewiesen, die Fenster geschlossen zu halten. Die Feuerwehren hielten sich bereit, die Gebäude gegebenenfalls zu räumen, doch die laufend durchgeführten Messungen der Gaskonzentration ergaben keine entsprechende Gefährdung. Der Unterricht im Gymnasium konnte störungsfrei weitergeführt werden. Fachleute von E.ON dichteten die Leitung schließlich ab. Die Polizei und die Einsatzkräfte der Feuerwehren Zwiesel, Regen, Innenried, Klautzenbach und der ZKG-Werksfeuerwehr konnten nach zirka einer halben Stunde wieder abziehen. Ebenso die Rettungssanitäter, die vorsorglich verständigt worden waren. − rz/F.: Schlenz

 

 

> Umgestürtztes Baugerüst am 12.11.2010 in Zwiesel

Sturm wirft Gerüst auf den Stadtplatz

     

Zwiesel. Das hätte ganz böse enden können: Die heftigen Windböen, die am Freitagmorgen durch den Zwieseler Winkel fegten, haben am Stadtplatz ein Baugerüst umgerissen und mitten auf Fahrbahn und Gehweg geworfen. Weil zum fraglichen Zeitpunkt offensichtlich niemand auf dem Stadtplatz unterwegs war, ging der spektakuläre Unfall glimpflich ab. Menschen wurden nicht verletzt, Sachschaden gab es nur am Gerüst.
Gegen 6.15 Uhr ließ ohrenbetäubender Lärm die Stadtplatz-Anwohner aufschrecken: Der Sturm hatte eines der schweren Gerüste an der Hotelbaustelle umgeworfen. Die Metallkonstruktion stürzte direkt auf die Straße und blockierte die gesamte Fahrbahn. In wenigen Minuten waren Polizisten und Aktive der Feuerwehren Zwiesel, Klautzenbach und Innenried vor Ort. Der Stadtplatz wurde zunächst ganz, später dann halbseitig gesperrt, während die Feuerwehrleute die Trümmer des Gerüstes von der Fahrbahn räumten.
Für einige der Männer war das bereits der dritte Einsatz innerhalb weniger Stunden: Bis Mitternacht am Donnerstag hatten sie bei einem Brand in Regen (siehe Lokalteil Regen) die dortigen Kameraden unterstützt und am Morgen galt es, einen vom Sturm geknickten Baum zu entfernen, der zwischen Zwiesel-Mitte und Rotwald auf die B 11 gestürzt war.
 - rz

 

 

 

> Verkehrsunfall am 28.08.2010 auf der B11 bei Regenhütte

Ganz Furth trauert um die Verunglückten
     

Mutter (50) und Tochter (14) verbrennen bei Unfall nahe Bayerisch Eisenstein
    

Von Andreas Nigl und Isabel Metzger
     

Furth. Die Menschen in Haus im Wald und Furth (Landkreis Freyung-Grafenau) stehen unter Schock. Zwei Menschen hat das Schicksal auf grausame Weise bei einem Unfall nahe Bayerisch Eisenstein (Landkreis Regen) aus der Mitte ihrer Dorfgemeinschaft gerissen. Eine 50-jährige Mutter und ihre 14-jährige Tochter verbrannten in ihrem Auto. Die Menschen trauern um sie.
Die Frau war mit ihrem Opel Astra auf der B 11 von Bayerisch Eisenstein in Richtung Zwiesel unterwegs, als sie vor der Abzweigung Regenhütte plötzlich nach rechts von der Fahrbahn abkam. Warum - das wird wohl nie geklärt werden. Zehn bis 15 Meter sei die Mutter ungebremst auf dem Grünstreifen entlang


Auto ging sofort in Flammen auf

gefahren, sagt Anton Pritscher, Sprecher des Polizeipräsidiums Niederbayern. Dann stürzte der Wagen etwa 30 Meter tief von der Böschung gegen eine Baumgruppe. Der Opel ging sofort in Flammen auf. Die Straße sei zum Unfallzeitpunkt trocken gewesen, erklärt Kreisbrandmeister Hans Richter.
Ein hinzu gerufener Sachverständiger vermutet, dass durch den Aufprall die Benzinleitung beschädigt wurde und der Opel deshalb sofort zu brennen begann. Mutter und Tochter, die auf dem Rücksitz saß, hatten keine Überlebenschance. Sie verbrannten im Wrack. „Möglicherweise waren die beiden bereits beim Aufprall tot“, betont Polizeisprecher Pritscher. Ein Pfarrer aus der Region, der auf dem Weg zu einer Hochzeit nach Bayerisch Eisenstein war, spendete die Sterbesakramente. Die Einsatzkräfte der Feuerwehren Zwiesel, Bayerisch Eisenstein, Regenhütte und Klautzenbach mussten von einem Notfallseelsorger betreut werden. „Das war auch für sie ein schreckliches Unglück“, sagt Kreisbrandmeister Richter.
„Als ich über den Unfall benachrichtigt wurde, bin ich sofort zum Haus der Familie gefahren, um Beistand zu leisten“, sagt Erwin Jaindl, Geistlicher im Pfarrverband Haus im Wald/Preying. Dort angekommen, traf er auf das Kriseninterventionsteam des Roten Kreuzes. Gemeinsam überbrachte man die schlimme Nachricht. „Der Vater hat die Botschaft vom Unfalltod seiner Frau und seiner Tochter sehr gefasst aufgenommen“, so der Pfarrer.


Angehörige und Nachbarn geben Halt

Jaindl war es dann auch, der die Familie - deren zweites Kind, ein Sohn, Gemeindereferent ist - samt den anderen mittlerweile eingetroffenen Angehörigen nach Zwiesel in die Aussegnungshalle begleitete. „Dort, vor den zwei Särgen, einem aus Holz und einem aus Aluminium, haben wir gebetet und gemeinsam Abschied genommen.“
Jaindl spricht davon, dass der Vater in diesen schweren Stunden nicht allein sei, dass er neben dem Halt in der Verwandtschaft auch Unterstützung in der Nachbarschaft und der Dorfgemeinschaft finden wird. „Die haben ein super Verhältnis, da steht jeder jedem bei.“
„Wir stehen alle unter einer Art Schock“, sagt eine Frau aus Furth, die die Verunglückten gut kannte. Nach bekannt werden des Unfalls machte die Botschaft wie ein Lauffeuer die Runde. Man habe zuerst gar nicht glauben können, was da passiert sein soll. Rührend habe sich die Mutter immer um ihre geistig behinderte Tochter gekümmert. „Die war für sie ihr Ein und Alles.“ Das bestätigte auch der langjährige Leiter der Grafenauer Lokalredaktion, Egon Binder, der in der Nachbarschaft der Verunglückten wohnt und die Familie gut kennt. „Bewunderswert, welche Energie die Frau für die Sorge um ihre Tochter aufbrachte.“

> Verkehrsunfall am 20.03.2010 in Klautzenbach

Das Ende einer Flucht
    

Zwiesel. Auf der Flucht vor der Polizei ist am Samstag kurz vor Mitternacht ein 46-jähriger Mann aus Zwiesel mit seinem Auto verunglückt. Die Beamten wollten den Wagen im Stadtgebiet zu einer Kontrolle anhalten. Als der Fahrer das bemerkte, gab er Gas und flüchtete mit hoher Geschwindigkeit in Richtung Rabenstein. Die Polizisten setzten zur Verfolgung an, kurz nach Klautzenbach fanden sie den Pkw schließlich auf dem Dach liegend im Straßengraben. Der Fahrer war in seinem Auto eingeklemmt, zur Bergung wurden die Feuerwehren Klautzenbach, Zwiesel und Frauenau alarmiert. Auch der Notarzt und das Rote Kreuz wurden vorsichtshalber verständigt. Der Zwiesler hatte Glück im Unglück und kam bei dem Unfall nach Angaben der Polizei mit leichten Verletzungen davon. Ins Krankenhaus wurde der 46- Jährige aber trotzdem gebracht − und zwar auf Weisung der Staatsanwaltschaft. Es besteht der Verdacht, dass der Mann unter Alkoholeinfluss stand. In der Klinik wurde eine Blutentnahme veranlasst, den Führerschein des Zwieslers stellten die Beamten sicher. Am Unfallwagen (Bild) entstand Totalschaden, er musste von einem Abschleppdienst geborgen werden. Auch ein Lichtmasten der E.ON wurde bei dem Unfall in Mitleidenschaft gezogen. Den Gesamtschaden beziffert die Polizei auf rund 3 500 Euro.

 

 

 

> Wohnungsbrand am 12.02.2010 in Zwiesel

30 000 Euro Schaden bei Wohnungsbrand

 

Zwiesel. In einer ungenutzten Ferienwohnung im ersten Stock eines Einfamilienhauses im Weideweg ist gestern am späten Nachmittag bei einem Zimmerbrand Schaden in Höhe von rund 30 000 Euro entstanden. Bei Aufräumarbeiten hatte die Hausbesitzerin nach Angaben der Polizei ein Gäste-Klappbett gegen den Elektroherdgeschoben und dabei vermutlich unbeabsichtigt den Schalter der Herdplatte betätigt. Wenig später gerieten über dem Bett hängende Gartenmöbel-Auflagen in Brand. Die Frau befand sich im Nebenzimmer, als sie den Brandgeruch bemerkte. Über Notruf verständigte sie um 16.50 Uhr die Polizei, die sofort Feueralarm auslöste. Zusammen mit ihrem Mann versuchte die Frau die Flammen zu löschen und brennende Gegenstände über Balkon und Fenster aus der Wohnung zu werfen. Die schnell eintreffende Feuerwehr nahm dann die restlichen Löscharbeiten vor. Weil sich in der Wohnung starker Rauch entwickelt hatte, wollte man das ältere Ehepaar ins Krankenhaus bringen, der Mann und die Frau lehnten jedoch ab. Neben der Stadtfeuerwehr Zwiesel waren auch die Wehren aus Bärnzell, Innenried, Klautzenbach und Rabenstein vor Ort. − cl

 

 

 

> Gasexplosion am 16.10.2009 in Klautzenbach

Explosion einer Gasflasche

     

51-jähriger Mann schwerverletzt - Labor weitestgehend zerstört - Wirtschaftlicher Totalschaden am Gebäude

     

Zwiesel. Am Freitag, 16. Oktober, gegen 13 Uhr wollte ein 51-jähriger Mann aus Zwiesel eine Gasflasche in einem Zahnlabor im Zwieseler Irlenweg wechseln. Beim Anschließen der neuen Flasche explodierte diese aus noch ungeklärter Ursache.

Der 51-Jährige wurde mit schweren Brandverletzungen im Gesicht mit dem Rettungsdienst in ein umliegendes Krankenhaus eingeliefert - er ist außer Lebensgefahr. Weitere Personen wurden nicht verletzt.

Bei der Explosion wurde das Labor weitestgehend zerstört. Das komplette Gebäude ist nach Auskunft der Einsatzkräfte einsturzgefährdet - das Objekt wurde geräumt. Die Höhe des Sachschadens kann derzeit noch nicht beziffert werden. Nach derzeitigem Sachstand dürfte es sich aber um einen wirtschaftlichen Totalschaden am Gebäude handeln. 

An der Unfallstelle waren zahlreiche Feuerwehren und Rettungsdienst eingesetzt. Es wurde eine weiträumige Absperrung errichtet. Das Gewerbeaufsichtsamt wurde verständigt. Ein Baustatiker inspiziert die Unglücksstelle. Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizeiinspektion Straubing übernommen.

 

> Verkehrsunfall am 20.10.2007 auf der B11 bei Tausendbachl

Blitzeis-Unfall: Frau (31) schwer verletzt

     

Zwiesel (chr). Eine 31-jährige Zwieslerin ist am Samstagmorgen bei einem Verkehrsunfall auf der B 11 Höhe Tausendbachl schwer verletzt worden. Nach Angaben der Polizei war die Frau mit ihrem Skoda in Richtung Regen unterwegs, als ihr Wagen durch plötzlich auftretendes Blitzeis auf gerader Strecke ins Schleudern geriet. Das Auto stieß gegen die rechte Leitplanke, wurde auf die Gegenfahrbahn geschleudert und kollidierte dort mit einem Lkw. Der Lastwagen wurde durch die Wucht des Zusammenstoßes in den Straßengraben geschoben. Die Frau wurde in ihrem schwer beschädigten Auto eingeklemmt. Noch im Fahrzeug eingeschlossen musste sie von einem Notarzt behandelt werden. Die Feuerwehr Zwiesel konnte sie schließlich aus dem Wrack befreien, mit dem Rettungshubschrauber wurde die Verletzte ins Klinikum nach Deggendorf geflogen. Nach Angaben der Polizei zog sich die Frau schwere Kopfverletzungen zu, der 41-jährige Lkw-Fahrer erlitt einen Schock. Bis 12 Uhr mittags musste die B 11 für den Verkehr gesperrt werden. Noch während die Polizei mit der Unfallaufnahme beschäftigt war, krachte es ein weiteres Mal. Ein 46-jähriger tschechischer Staatsangehöriger musste an der Unfallstelle anhalten, eine 20-jährige Zwieslerin, die hinter ihm fuhr, bemerkte dies zu spät, konnte auf der spiegelglatten Fahrbahn nicht mehr rechtzeitig bremsen und krachte gegen den Wagen des Tschechen. Die 20-Jährige brach sich bei der Kollision den Mittelhandknochen und wurde ins Krankenhaus nach Zwiesel gebracht. Die Polizei beziffert den Gesamtschaden an den vier Fahrzeugen auf rund 11 000 Euro. Unser Bild zeigt den vollkommen zerstörten Skoda der schwer verletzten Frau, im Hintergrund der beteiligte Lkw.

 

 

 

> Bilder von der Schnee-Katastrophe vom 08. - 16.02.2006 im Raum Zwiesel / Klautzenbach

> Großbrand am 25.01.2005 in Zwiesel

Brand vernichtet vhs-Lehrwerkstatt

    

Großeinsatz der Feuerwehren verhindert Schlimmeres - Erheblicher Sachschaden
       

von Rainer Schlenz
Zwiesel. Ein Brand hat in der Nacht zum Mittwoch die Lehrwerkstatt der Volkshochschule in der Dr.-Schott-Straße völlig zerstört. Beim Einsatz erlitt ein Feuerwehrmann eine leichte Rauchvergiftung.
»Das hätte dumm ausgehen können« - vielfach hörte man diesen Satz in der Nacht zum Mittwoch am Brandort in der Dr.-Schott-Straße. Denn das unbewohnte, zweistöckige Gebäude - die frühere Hafenstube der Firma Schott - liegt inmitten einer recht dichten Bebauung. Den Feuerwehrleuten gelang es aber, ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Häuser zu verhindern.
Gegen 23.15 Uhr am Dienstagabend hatte ein Anwohner das Feuer im ersten Stock der Lehrwerkstatt bemerkt und per Notruf die Polizeidirektion Straubing verständigt. Von dort wurden sofort Grenzpolizei und Feuerwehr alarmiert. Als die ersten Einsatzkräfte wenige Minuten später eintrafen, schlugen bereits Stichflammen aus dem Obergeschoss im rückwärtigen, dem Stadtpark zugewandten Teil des Gebäudes. Und es drang dichter Qualm aus allen Ritzen. Wie sich herausstellte, hatte bereits der gesamte Dachstuhl Feuer gefangen.
Unter der Regie des Zwieseler Kommandanten Rudi Eiter machten sich an die hundert Aktive der Feuerwehren Zwiesel, Bärnzell, Rabenstein, Klautzenbach, Innenried und der Schott-Werksfeuerwehr an die Arbeit. Mit schwerem Atemschutz drangen die Männer in das Haus ein, um den Brandherd zu lokalisieren. Dabei wurde auch eine Wärmebildkamera verwendet. Ein Atemschutzträger der Stadtfeuerwehr erlitt bei dem Einsatz eine leichte Rauchvergiftung. Der Mann wurde vorsorglich ins Kreiskrankenhaus gebracht, das er aber schon nach kurzer Zeit wieder verlassen konnte.
Rund um das brennende Gebäude wurden die Feuerwehrfahrzeuge in Stellung gebracht, von der Dr.-Schott-Straße bis zur Kurpromenade. Den Einsatzkräften gelang es letztlich, den Brand in relativ kurzer Zeit so weit unter Kontrolle zu bringen, dass die Nachbarhäuser nicht mehr gefährdet waren. Die Polizei hatte vorsorglich anliegende Gebäude räumen lassen, so das Bistro »Flair« und die daneben liegende Spielothek.
Bei klirrender Kälte arbeiteten die Feuerwehrleute die ganze Nacht hindurch, versuchten insbesondere das zum Teil mit Blech gedeckte Dach des brennenden Hauses zu öffnen. Am frühen Morgen stürzte das Dach dann ein und auch die Zwischendecke des Hauses brach durch. Erst gegen 7 Uhr morgens zog der Großteil der Einsatzkräfte ab. Eine Brandwacht blieb darüber hinaus vor Ort. In der Nacht waren auch Kreisbrandrat Hermann Keilhofer, Kreisbrandinspektor Hermann Pledl und die Kreisbrandmeister Hans Richter und Robert Lang zur Einsatzstelle geeilt.
Unklar ist bis dato noch die Brandursache. Der Kripo Deggendorf, die gestern vor Ort war, scheint ein technischer Defekt nicht unwahrscheinlich, eine endgültige Klärung erhofft man sich von einem Sachverständigen des Landeskriminalamtes, der heute die Brandruine in Augenschein nehmen wird.
Der Gesamtschaden dürfte mehrere hunderttausend Euro betragen. Das Haus muss wohl abgerissen werden. Es gehört der gleich nebenan wohnenden Familie Haslinger und war seit rund sechs Jahren von der Volkshochschule angemietet, die es als »Gewerbliches Bildungszentrum« nutzte. Es fanden dort Qualifikationsmaßnahmen für Arbeitslose in den Bereichen Holz, Metall und Trockenbau statt. »Wir waren da täglich mit dreißig Leuten drin«, so vhs-Geschäftsführer Herbert Unnasch, der in der Nacht ebenfalls vor Ort war - in erster Linie allerdings als Mitglied der Feuerwehr Innenried. Unnasch schätzt den Schaden für die vhs - mehrere teure Maschinen wurden zerstört - auf etwa 80 000 bis 100 000 Euro.
Schon nächste Woche sollen die Kurse aber in eingeschränktem Rahmen weiterlaufen: Laut Unnasch hat die Familie Haslinger der vhs Räumlichkeiten in einem Nebengebäude zur Verfügung gestellt. Zu gegebener Zeit will die vhs dann eine Entscheidung über den künftigen Standort dieser Qualifizierungsmaßnahmen treffen.

 

 

 

> Verkehrsunfall am 29.05.2002 auf der B11 bei Fällenrechen

Tödlicher Unfall auf der B 11:

Mann stirbt bei Kollision mit Campingbus
 

Insassen des Busses schwer verletzt - Bundesstraße mehrere Stunden gesperrt
 

Zwiesel (rz). Bei einem tragischen Verkehrsunfall gestern Abend auf der B 11 am Fällenrechen ist ein 23- jähriger Mann aus Ludwigsthal ums Leben gekommen.
 

Die folgenschwere Kollision ereignete sich gegen 18.30 Uhr. Der junge Mann war mit einem VW Golf Kombi offenbar unterwegs nach Hause. Er saß alleine im Auto. Nach ersten, noch unbestätigten Ermittlungen der Grenzpolizei geriet der 23-Jährige aus bislang ungeklärter Ursache am Beginn der Rechtskurve beim Fällenrechen auf die linke Fahrbahnseite und prallte frontal in den entgegenkommenden Campingbus eines Ehepaares aus Baden-Württemberg. Die Wucht des Aufpralls warf den Kleinbus über die Leitplanke. Er rutschte mehrere Meter die Böschung hinunter, ehe er sich an Bäumen und Sträuchern verfing.
Die Frontpartie des VW Golf wurde völlig zertrümmert, der Fahrer mit schwersten Verletzungen im Wrack eingeklemmt. Der sofort verständigte Notarzt und Sanitäter versuchten, ihn noch im Auto zu reanimieren, während ein Rettungshubschrauber aus Straubing zur Unfallstelle beordert wurde. Die Feuerwehr befreite den 23-Jährigen schließlich mit dem Rettungsspreizer aus dem Wagen.
In den Helikopter, der inzwischen auf der B 11 gelandet war, wurde der junge Mann aber nicht mehr verladen. Unter ständigen Wiederbelebungsversuchen brachte man ihn letztlich mit dem Rettungswagen ins Kreiskrankenhaus nach Zwiesel, wo er wenig später starb.
Unterdessen kümmerten sich Feuerwehr und Sanitäter um die anderen Unfallbeteiligten. Während die schwer verletzte Frau in dem Campingbus relativ schnell befreit war, mühten sich die Rettungskräfte unter schwierigsten Bedingungen auf der steilen Böschung bis kurz vor 20 Uhr, ehe sie den 53-jährigen Fahrer aus dem völlig demolierten Führerhaus bergen konnten. Er erlitt offene Brüche an beiden Beinen, wurde aber offenbar nicht lebensgefährlich verletzt. Zuvor hatte die Feuerwehr den Bus mit Stahlseilen gesichert, damit er nicht weiter abrutschen konnte.
Noch am Abend wurde ein Sachverständiger zur Unfallstelle gerufen. Neben der Polizei waren dutzende Helfer der Feuerwehren Zwiesel, Frauenau, Klautzenbach und Ludwigsthal vor Ort, außerdem BRK-Leute, darunter Kräfte der Schnelleinsatzgruppe. Sie übten heftige Kritik an den Schaulustigen, die sich zum Teil sogar Anweisungen der Polizei widersetzten, um zur Unfallstelle vordringen zu können.
Die B 11 war bis spät am Abend für den Verkehr gesperrt.


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